l GALB - Grün-alternative Liste Bischofsheim

16.06.2021: Diana Lee im Interview mit Axel Schiel bei GiGu togo

01.06.2021: Zukunftsbudgets im Haushalt 2022

 

Gemeinsamer Antrag der SPD-Fraktion und der Fraktion GALB-Bündnis 90/Die Grünen

Die Gemeindevertretung möge beschließen:
Für die Planung des Haushalts 2022 sind folgende Zukunftsbudgets einzuplanen:
- Örtliche Begrünung50.000 €
- Örtliche Verkehrswende50.000 €
- Klimaschutzmaßnahmen an gemeindeeigenen Gebäuden  500.000 €
- Ausbau der Kinderbetreuung5.000.000 €
- Ortsgewerbeinitiative für Handel und Handwerk50.000 €
- Kulturförderung und Heimatpflege50.000 €
- Barrierefreiheit50.000 €

Zu Gegenfinanzierung ist nach Fördermitteln zu suchen und wenn möglich zu beantragen.

Begründung:
Die Planung des Haushalts 2022 soll bereits Schwerpunktsetzungen für die Entwicklungen in Bischofsheim enthalten. Deshalb sind die genannten Budgets in der Haushaltsplanung einzurichten.

SPD-Fraktion, Fraktion GALB/Bündnis 90/Die GRÜNEN

Der Antrag soll direkt im HFA beraten werden.

28.05.2021: Radeln für Umwelt und Gesundheit:
Bischofsheim beteiligt sich zum siebten Mal am STADTRADELN

BISCHOFSHEIM. Bald wird nicht nur in Bischofsheim wieder jeder mit dem Fahrrad zurückgelegte Kilometer gezählt. Zum siebten Mal macht die Gemeinde Bischofsheim bei der bundesweiten Klima-Aktion STADTRADELN mit. In diesem Jahr startet der dreiwöchige Radelspaß im gesamten Kreis Groß-Gerau am Sonntag, 20. Juni 2021 und endet Samstag, 10. Juli 2021.
Sehr zufrieden mit dem STADTRADELN 2020 stellt das Bischofsheimer Orgateam der GALB fest, dass Bischofsheim im Kreis mit 45.935 km den vierten Platz bei den gefahrenen Kilometern belegte. „Bei den Kilometern pro Einwohner hatte Bischofsheim im Kreis bei 14 teilnehmenden Kommunen erneut den 2. Platz mit 3,47 km pro Einwohner erstrampelt, knapp vor Riedstadt mit 3,38 km und hinter Mörfelden-Walldorf mit 4,39 km. Das war ein tolles Ergebnis und wir danken allen, die zu dem tollen Ergebnis beigetragen haben“, freut sich Organisator Wolfgang Bleith. „Einziger Wermutstropfen war die noch immer sehr dünne Beteiligung der Gemeindevertretung Bischofsheim. Hier besteht noch viel Potential nach oben, wie uns andere Gemeindevertretungen im Kreis zeigen. Das sollte in diesem Jahr besser werden mit den neuen Mitgliedern in der Gemeindevertretung“, zeigt sich Mitorganisatorin Inga Röthel optimistisch.

Wie auch schon im letzten Jahr werden wegen der Corona-Pandemie leider größere gemeinsame Touren mit Besichtigungen oder Einkehrschwung kaum stattfinden können. Das sollte die fleißigen Radlerinnen und Radler nicht davon abhalten, kräftig für Gesundheit und Vergnügen in die Pedale zu treten. Das war auch die Überlegung bei den Organisationsteams, das STADTRADELN nicht einfach ausfallen zu lassen.
Die Mitmachregeln ändern sich nicht: Die Anmeldung erfolgt auf der Homepage stadtradeln.de/bischofsheim. Wer schon einmal teilgenommen hat, kann Benutzernamen und Passwort weiter verwenden. Die klimafreundlich gefahrenen Kilometer werden in den persönlichen Radelkalender eintragen. Der Beitritt in ein bestehendes Team oder die Bildung eines neuen Teams ist möglich. Ob Einzelpersonen, Familien, Gruppen oder Vereine – alle können teilnehmen, wenn sie in Bischofsheim wohnen, arbeiten oder in einem Verein sind. Auf der Homepage stehen auch Termine und weitere Informationen.
Auf Anregung der GALB beteiligt sich Bischofsheim seit 2015 am STADTRADELN. Aktive der GALB bilden auch das Organisationsteam und ist bei Fragen unter der E-Mailadresse bischofsheimstadtradeln.de erreichbar.
Jeder Kilometer, der mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zurückgelegt wird, spart Benzin, reduziert belastende Abgase und fördert die Gesundheit. Gesucht werden beim STADTRADELN Deutschlands fahrradaktivste Kommunen sowie die fleißigsten Teams und Radler in den Kommunen selbst.
Dazu Bürgermeister Ingo Kalweit: „Gut gemacht! Sie waren sehr fleißig, aber da geht noch mehr! Bitte sprechen Sie Familienmitglieder, Nachbarn und Freunde an und motivieren Sie sie beim STADTRADELN mitzumachen. Jeder Kilometer, ob mit dem Fahrrad oder E-Bike, zählt für Bischofsheim, wenn Sie ihn über den Online-Radelkalender buchen.“

17.05.2021: Baumschutzsatzung vor der Verabschiedung?

Fast genau ein Jahr ist es her, dass die Fraktion GALB – Bündnis 90 / Die Grünen den Antrag für eine Baumschutzsatzung gestellt hat. Nachdem lange um das Personal zum Umsetzung gerungen und letztlich eine halbe Stelle im Haushalt geschaffen wurde, steht jetzt die Verabschiedung der Baumschutzsatzung auf der Tagesordnung der Bischofsheimer Gremien. Am 18. Mai berät der KUBUS, am 27. Mai soll dann die Gemeindevertretung beschließen.

„Im zweiten Anlauf nach 2014 wollen wir es jetzt schaffen, dass Bischofsheim seine Baumschutzsatzung bekommt. Unsere Bäume sind für das Klima im Ort besonders wichtig, denn sie reinigen die Luft, produzieren Sauerstoff, spenden Schatten, verdunsten Feuchtigkeit und helfen so im Sommer die hohen Temperaturen zu senken. Gerade zum Schutz gegen die zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels ist eine Erhaltung und Erweiterung der Begrünung ganz wichtig für unseren Ort. Und sie sind wichtig für unsere Insekten und Vögel“, stellen die grünen Initiatorinnen Claudia Heß (Ex-Gemeindevertreterin) und Karin Wehner (Gemeindevorstand) fest. „Bevor Bäume gefällt werden, müssen die Besitzer bei der Gemeinde fragen, ob gefällt werden darf. Das gilt nach dem Entwurf für Laubbäume ab einem Stammumfang von 60 cm (gemessen in 1 m Stammhöhe) und für Nadelbäume ab einem Stammumfang von 80 cm. Und wenn ein nachvollziehbarer Grund vorliegt, soll die Fällung auch genehmigt werden“, erklärt die grüne Gemeindevertreterin Sylvia Zwick.

Wichtig ist, dass bei einer Fällung Nachpflanzungen erforderlich werden. Der heutige Baumbestand soll im Rahmen einer vom Kreis geplanten Erfassung aus der Luft ermittelt werden, es kommt also niemand von der Gemeinde auf die Grundstücke und dokumentiert die Bäume.

Wolfgang Bleith, Fraktion GALB/Bündnis 90/Die GRÜNEN

28.04.2021: Verkehrsberuhigung in Bischofsheim

Der Gemeindevorstand wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:
1. Wie ist der Planungsstand bezüglich der Einrichtung von stationären oder mobilen (ohne „Bedienungspersonal") Radaranlagen?
2. Mit welchen Kosten wäre für solche Anlagen zu rechnen? (Anschaffungs- bzw. Mietkosten, laufende Kosten – grobe Zahlen sind ausreichend)
3. Wie steht die Gemeinde zur Überlegung, mehrere feste Radaranlagen zu installieren, diese aber rollierend mit wenigen oder einer Kamera zu versehen?
4. Welche Maßnahmen sind erforderlich, um eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h nachts auf allen Durchgangsstraßen im Ort zu erreichen?

Fraktion GALB/Bündnis 90/Die GRÜNEN

28.04.2021: Projekt Yondr – ökologische Maßnahmen

Die Gemeindevertretung bittet den Gemeindevorstand, die Fa. Yondr als Bauherr des geplanten Rechenzentrums im Gewerbegebiet Tagweide zur Präsentation und Diskussion ihrer Maßnahmen zur Vermeidung und Minderung der von ihrem Projekt ausgehenden Klimaeffekten einzuladen.
Insbesondere ist dabei von Interesse, wie die der beim Betrieb derartiger Rechenzentren üblicherweise entstehenden großen Abwärmemengen genutzt werden sollen und ob diese auch anderen Anwendungen im umgebenden Areal zur Verfügung gestellt werden können oder sollen.
Zu diesem Themenkomplex soll als Sachkundiger auch ein Vertreter des Vereins Energiewende Rüsselsheim eingeladen werden.

Begründung:
Die Gemeindevertretung hat den Verkauf des Geländes in der Tagweide an die Fa. Yondr zur Errichtung eines Rechenzentrums beschlossen. Da ein Rechenzentrum erheblichen Energiebedarf hat, möchten wir im Hinblick auf die deutschen Vorgaben zur Klimaneutralität bis zum Jahr 2050 die Maßnahmen der Fa. Yondr nachfragen und Perspektiven für das Projekt und Bischofsheim diskutieren.
Der Verein Energiewende Rüsselsheim hat hier bereits Anstöße gegeben:
Der Presseartikel über den Geländeverkauf hat uns, den Verein Energiewende e.V. (www.energiewende-ruesselsheim.de), aufmerksam gemacht, bezüglich der Vermeidung von klimaschädlichen Auswirkungen aufgrund der bekanntlich extrem hohen Abwärme von Rechenzentren.
Die in dem Presseartikel erwähnte Neuanpflanzung von Bäumen seitens der Firma Yondr und die geplanten Ladesäulen lassen darauf schließen, dass Yondr sich sehr bewusst ist über die klimatischen Auswirkungen des Vorhabens.
Diesen Ansatzpunkt sollte man nutzen und klimafreundlich vertiefen - nicht nur in Bischofsheim, sondern auch in unserer Umgebung, wo ähnliche Projekte anstehen.
Eine neue Chance zur CO2-Einsparung durch Doppelnutzung von Energie bietet das im Gewerbegebiet der Gemeinde Bischofsheim demnächst entstehende Rechenzentrum des Unternehmens Yondr. Der hohe Bedarf an elektrischer Energie wird in dieser Anlage praktisch vollständig in Wärme umgewandelt und es ist zu vermuten, dass diese Abwärme, wie bei den meisten in Deutschland gebauten Anlagen, ungenutzt an die Umgebung abgegeben wird.
Während in Schweden und Dänemark die Nutzung der Abwärme längst Bestandteil energiepolitischer Konzepte ist und inzwischen von der Mehrheit der Bevölkerung getragen wird, existieren in Deutschland bisher nur sogenannte Leuchtturmprojekte.
Beispielsweise hat das Dresdner Unternehmen Cloud & Heat im Jahr 2018 ein Cloud-Rechenzentrum im Gebäudekomplex Eurotheum des ehemaligen Rechenzentrums der EZB in Frankfurt in Betrieb genommen und dabei die luftgekühlten Serversysteme auf Heißwasserkühlung (60 Grad C) umgestellt. Mit dem Heißwasser werden Büro- und Konferenzräume sowie Hotellerie und Gastronomie betrieben.
In der Projektphase des geplanten Rechenzentrums Bischofsheim sollte Bischofsheim gemeinsam mit dem Kreis Groß-Gerau die Initiative ergreifen und Yondr mit den ortsansässigen Gewerbe- und Logistikunternehmen zum gemeinsamen Handeln anregen.
Mit der Bundesförderung für effiziente Wärmenetzte (Wärmenetzsysteme 4.0 ) werden innovative Wärmenetzsysteme mit überwiegendem Anteil erneuerbarer Energien und Abwärme gefördert.
Eine Machbarkeitsstudie, gefördert durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), wäre der geeignete Einstieg in das gemeinsame Projekt.
Wir stehen bereits in Kontakt mit dem Kreis Groß-Gerau, dem Architekten, Herrn Hammerschmidt und erhielten Vorab-Informationen von Herrn Prof. Dr. Naumann, Hochschule Trier, zum diesbezüglichen Thema Green IT, u.a. mit Hinweisen auf www.blauer-engel.de/de/produktwelt/elektrogeraete/rechenzentren.de und www.cloudandheat.com/. Wir hoffen sehr, dass Sie unsere Anregungen zum Klimaschutz aktiv aufgreifen, mit dem Ziel, diesbezüglich eine weitere Vorzeige-Kommune für andere geplante Rechenzentren zu werden. Über einen fortlaufenden Informationsaustausch würden wir uns sehr freuen.

Hans Dieter Scherer-Gerbig, Vorsitzender Energiewende e.V.
Fraktion GALB/Bündnis 90/Die GRÜNEN

Der Antrag soll direkt im KUBUS beraten werden. Alternativ könnte das auch im Rahmen einer bald einzuberufenden Bürgerversammlung diskutiert werden.