Antrag der Fraktion „GALB - BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN“
Einführung eines „Mähfreien Mai“ in der Gemeinde
Die Gemeindevertretung möge beschließen:
- Die Gemeinde beteiligt sich künftig jährlich an der Aktion „Mähfreier Mai“.
- Kommunale Grünflächen, bei denen keine sicherheitsrelevanten oder infrastrukturellen Gründe entgegenstehen, werden im Monat Mai nicht oder – soweit erforderlich - nur eingeschränkt gemäht.
- Der Gemeindevorstand wird beauftragt, geeignete Flächen zu identifizieren und die Maßnahme öffentlich zu begleiten.
- Die Bürgerinnen und Bürger sollen durch Öffentlichkeitsarbeit über die ökologischen Vorteile informiert und zur freiwilligen Teilnahme auf privaten Flächen angeregt werden.
- Nach der ersten Durchführung berichtet der Gemeindevorstand der Gemeindevertretung über Erfahrungen, Akzeptanz und mögliche Weiterentwicklungen.
Begründung:
Der Rückgang von Insekten- und Artenvielfalt insgesamt stellt auch auf kommunaler Ebene eine zunehmende Herausforderung dar. Gerade im Frühjahr sind blühende Wiesen und ungemähte Grünflächen wichtige Lebensräume sowie Nahrungsquellen für Wildbienen, Schmetterlinge und zahlreiche weitere Insekten und Tiere.
Die Aktion „Mähfreier Mai“ verfolgt das Ziel, im Monat Mai auf nicht unbedingt erforderliche Mäharbeiten zu verzichten und dadurch das Wachstum von Wildblumen und Kräutern und damit die Biodiversität insgesamt zu fördern. Bereits wenige Wochen ohne Mahd können die ökologische Vielfalt deutlich verbessern – zudem wird bei den inzwischen häufigen längeren Trockenphasen auch im Frühjahr vermieden, dass die Grünflächen schon verdorren. Zudem mildert die größere Verdunstung der ungemähten Grünflächen in Hitzephasen wie in diesem Jahr die Temperaturbelastung, von der Verschönerung des Ortsbildes durch die prächtig blühende Vielfalt ganz abgesehen.
Durch die Teilnahme der Gemeinde können mehrere positive Effekte erzielt werden:
Bereiche mit besonderem Sicherheitsbedarf – beispielsweise Verkehrsinseln, Sichtachsen, Spielplätze, Sportanlagen oder stark frequentierte Wege – bleiben von der Maßnahme ausgenommen.
Zahlreiche Städte und Gemeinden in Deutschland und Europa haben bereits gute Erfahrungen mit vergleichbaren Konzepten gemacht, und auch Ginsheim-Gustavsburg verfährt dementsprechend. Die Maßnahme ist einfach umsetzbar, kostengünstig und leistet einen sichtbaren Beitrag zum Klima- und Artenschutz.
Zahlreiche Städte und Gemeinden in Deutschland und Europa haben bereits gute Erfahrungen mit vergleichbaren Konzepten gemacht. Die Maßnahme ist einfach umsetzbar, kostengünstig und leistet einen sichtbaren Beitrag zum Klima- und Artenschutz.
Finanzielle Auswirkungen
Es entstehen keine zusätzlichen erheblichen Kosten. Je nach Umfang der reduzierten Mäharbeiten können Einsparungen bei Personal-, Treibstoff- und Maschinenkosten erzielt werden.
Nachhaltigkeitsaspekte
Der Antrag unterstützt die Ziele des Natur-, Klima- und Artenschutzes sowie eine nachhaltige und ressourcenschonende Bewirtschaftung kommunaler Flächen.
Der Antrag soll direkt im UBV beraten werden.